SM 1/8 Off Road - Chiasso:
(Bericht und Photos: Robin Frischkopf / Copyrights © rcinfos
- adaptaweb)
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Der fünfte Schweizermeisterschaftslauf fand
in Chiasso statt. Dies würde vorerst das letzte Rennen im Tessin
werden, da die Strecke des MBCT leider überbaut wird. Es waren
23 Expert-Fahrer und 32 Amateur-Fahrer nach Chiasso gereist. Kurz
nach der Ankunft stellten wir fest, dass sich die Strecke gegenüber
dem letzten Jahr stark verändert hatte. Nicht nur das Layout
war anders, sondern vorallem der Untergrund. Während im letzten
Jahr nur einige Stellen mit Gras bewachsen waren, war jetzt fast
die ganze Strecke eine Graspiste geworden. Dort, wo kein Gras war,
waren riesige Steine und kopfgrosse Löcher. Die Fahrer fragten
sich, während sie die Autos auf diese Gegebenheiten einstellten,
was an dieser Piste neu gemacht worden war, ausser die Löcher.
Sehr interessant war jedoch die Gerade. Es hatte einen Knick drin
und es ergab sich eine Linie, die man zwar mit Vollgas durchziehen
konnte, aber sie war nur etwa einen halben Meter breit. Nicht selten
gab es dort Abflüge und Crashs.
Das Wetter war sehr schön. Es war das ganze Wochenende trocken
und fast 30°. Nach dem Training am Samstagmorgen waren wie üblich
die Vorläufe. Es war, wegen der wechselhaften Streckenbedingungen
und der vielen Löcher, schwierig, einen fehlerlosen Vorlauf
hinzukriegen und nur wenige Fahrer schafften es. Es entschieden schliesslich
oft nicht die schnellsten Rundenzeiten, sondern die wenigsten Fehler.
Langsamer zu fahren hiess im Endeffekt, dass man schneller war. Nach
den vier Vorläufen holte sich Jeremy Pittet bei den Experten
die Pole Position, gefolgt von Didier Perrin. Beide gewannen je zwei
Vorläufe, aber Jeremys Streichresultate waren besser. Marco
Stettler wurde Dritter und Christophe Plancherel Vierter. Fünfter
wurde Alessandro Rigamonti, Sechster Simon Stalder und Siebter Robin
Frischkopf, gefolgt von Yaël Zurflüh, Jérome Chappuis
und Patrick Hofer auf dem zehnten Platz. Bei den Amateuren waren es Michael Kallen und Roman Kummer, die
sich den ersten Platz streitig machten. Michael konnte zwei Vorläufe
gewinnen und stand somit auf Platz 1. Roman wurde knapp Zweiter,
gefolgt von Beni Zgela, Laurent Lemaitre und Etienne Kaser. Sechster
wurde Dominik Tschanz, Siebter Mike Gisel, Achter Dario Sicuranza,
gefolgt von Hansi Rütsche auf neun und Sébastien Couanoud
auf zehn.
Am Sonntagmorgen konnte man nocheinmal trainieren und gleich danach
begannen die Viertelfinale, die bis zur Mittagspause dauerten. Nach
der Mittagspause und den Halbfinalen Expert und Amateur standen die
Finalteilnehmer fest. Es waren dies bei den Experten in Startreihenfolge
Jeremy Pittet, Didier Perrin, Christophe Plancherel, Patrick Hess,
Alessandro Rigamonti, Marco Stettler, Robin Frischkopf, Patrick Hofer,
Simon Stalder und Raphaël Sauvain.
Bei den Amateuren schafften es: Michael Kallen, Roman Kummer, Laurent
Lemaitre, Dario Sicuranza, Patrick Girod, Etienne Kaser, Laurent
Canetti, Andreas Bürkler, Alain Juillerat und Beni Zgela. Mit
Bürkler, Juillerat, Girod und Canetti war sogar fast die Hälfte
vom Viertelfinale bis ins Finale gefahren.
Vom Amateur-Finale weiss ich leider nicht sehr viel zu berichten.
Michael Kallen gewann mit etwa vierzig Sekunden Vorsprung vor Dario
Sicuranza. Roman Kummer, der das ganze Wochenende sehr schnell war,
fiel leider nach 10 Minuten aus, Patrick Girod nach 20. Etienne Kaser
war auch sehr schnell unterwegs, jedoch stellte sein Motor etwa sechs
mal ab. Nachher fand er heraus, dass sich ein riesiger Stein im Antriebsstrang
vor dem hinteren Diff verklemmt hatte. Laurent Lemaitre wurde dritter.
Laurent Canetti, der zuletzt in Rolle gewonnen hatte, wurde vierter.
Mit Kallen nun bei 210 Punkten und Canetti mit 205 bleibt der Kampf
um den Amateur-Titel spannend.
Das Expert-Finale war sehr spannend. Gleich nach dem Start gab es
leider einen riesigen Crash im hinteren Feld, in dessen Folge Marco
Stettler und Robin Frischkopf ans Ende des Feldes geworfen wurden.
Da fast alle Fahrer viele Fehler machten, ging es darum, möglichst
wenige zu machen und gelang einem dies. War man automatisch sehr
schnell. Didier Perrin, Marco Stettler und Robin Frischkopf konnten
bei 10 Minuten tanken und dies war, bei der langen Boxengasse, ein
grosser Vorteil. Didier Perrin ging jedoch einmal der Motor aus und
er fiel weit zurück.
Es führte lange Jeremy Pittet, jedoch hatte
er dann Probleme mit der Fernsteuerung und verlor auch viel Zeit.
Die Führung
ging an Christophe Plancherel. Fünf Minuten vor Schluss jedoch
hörte man ein Auto extrem hoch drehen, aber es bewegte sich
kaum. Bei Plancherel hatte sich die Antriebswelle zum hinteren Differential
gelöst und so ging die ganze Kraft dort verloren. Nach ein paar
Runden musste er schliesslich aufgeben und der Sieg wurde wieder
in die Runde geworfen. Gegen Ende duellierten sich Robin Frischkopf
und Alessandro Rigamonti. Alessandro musste jedoch noch einmal tanken,
Robin nicht.
Da die ersten fünf Fahrer in derselben Runde
waren, war dies ein grosser Vorteil. Robin konnte dann noch Patrick
Hess überholen
und ging sogar kurz in Führung. Dann kam jedoch Didier Perrin,
der sich wieder vorgearbeitet hatte, und überholte Robin.
Am Ende trennten sie nur 4 Sekunden. Didier ging nach 30 Minuten
als
erster durchs Ziel und sicherte sich den Schweizermeistertitel
mit nun schon 5 Siegen und 250 Punkten. Robin Frischkopf wurde
zweiter,
Patrick Hess dritter, und so blieb auch der Kampf um den Vizemeistertitel
spannend (Frischkopf 188 Punkte, Hess 174, mit Streichern 154 und
152). Vierter wurde Alessandro Rigamonti und Fünfter Marco
Stettler. Jeremy Pittet wurde noch Sechster, nach ihm Patrick Hofer
und Simon
Stalder. Christophe Plancherel wurde noch Neunter und Raphael Sauvain,
obwohl er fertig fahren konnte, Zehnter, da Plancherel gleichviel
Runden wie er hatte, jedoch 4 Minuten weniger Zeit.
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Pokale
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Raphaël Sauvain - 10. Expert
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Christophe Plancherel -
9. Expert
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Simon Stadler - 8. Expert
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Patrick Hofer - 7. Expert
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Jeremy Pittet - 6. Expert
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Marco Stettler - 5. Expert
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Alessandro Rigamonti -
4. Expert
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Patrick Hess -
3. Expert
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Robin Frischkopf - 2.
Expert
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Didier Perrin - 1. Expert
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Podium Expert
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Roman Kummer -
10. Amateur
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Patrick Girod - 9. Amateur
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Etienne Kazer - 8.
Amateur
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Beni Zgela -
7. Amateur
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Andreas Bürkler - 6.
Amateur
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Alain Juillerat - 5. Amateur
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Laurent Canetti - 4. Amateur
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Laurent Lemaitre -
3. Amateur
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Dario Sicuranza -
2. Amateur
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Michael Kallen - 1. Amateur
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Podium Amateur
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Es war ein verrücktes Rennen auf einer verrückten
Strecke. Die meisten Fahrer werden Chiasso vermissen und wir hoffen,
dass der MBCT ein neues Gelände findet.
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